Nächster Vortrag
Dienstag, 24. Februar 2026, 19.00 Uhr, Hörsaal H6, GEO I, Universität Bayreuth
„Frei fließende Gewässer“ – das klingt nach Natur, Umwelt und Ökologie pur.
Reinhard Moosdorf (Tüchersfeld)
Auch im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des EU-Nature-Restoration-Law wird der Ruf nach Wiederherstellung frei fließender Gewässerabschnitte immer wieder laut.
Als Mittel der Wahl werden deshalb vor allem Abrisse von Querbauwerken gefordert.
Dieser absoluten Forderung stellt sich der Referent entgegen. Er zeigt an drei markanten Beispielen, dass in den Mittelgebirgen Dämme sowohl von
Bibern als auch von Menschen bevorzugt auf natürlichen Gefällestufen errichtet worden waren. Ebnet man diese Gefällestufen nun ein,
so werden Habitate vermischt und die damit einher gehende Artenvielfalt ausgedünnt. Fragmentierung ist nicht nur ein Hindernis für
einige wenige Arten. Fragmentierung ist auch die Bedingung für den Erhalt vieler anderer Arten.
Ökologisch erreicht man mit einem überstürzten Abriss von Querbauwerken oft so ziemlich das Gegenteil von dem, was beabsichtigt ist. Außerdem vernichtet man
kulturhistorische Bauten aus einer Zeit, als ingenieurtechnische Meisterleistungen nur in kollektiver Gemeinschaft errichtet werden konnten. "Wir sollten
diese Arbeiten achten und innehalten, bevor wir in Aktionismus verfallen", so der Referent. Was man erst einmal weggerissen hat, kann man so nie wieder herrichten.
Der Referent ist Autor des Buches "Von Bibern und Menschen – eine Liebeserklärung an drei Wehrbauwerke", dessen Inhalt er mit dem Vortrag zur Diskussion stellt.
Für Mitglieder der NWG besteht die Möglichkeit zur Online-Teilnahme an dem Vortrag via Zoom. Anmeldung per E-Mail bitte bis spätestens Dienstag,
24. Februar 2026, 12 Uhr, per E-Mail an info@nwg-bt.de.
Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen.
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